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Aventinus, Johannes (i.e. Turmair, Johann Georg):
Beschreibung der Sitten deß Landes auffs kürtzst und in der gemein.

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Text

Das Beyerisch Volck (gemeinlich davon zu reden) ist geistlich/ schlecht unnd gerecht/ gehet/ läufft
gern Kirchförten/ hat auch viel Kirchfahrt/ legt sich mehr auff den Ackerbauw und das Vieh/ denn
auff die Krieg/ denen es nicht fast nachlaufft/ bleibt gern daheim/ reyßt nicht fast auß in frembde
Land/ trinckt sehr/ macht viel Kinder/ ist etwas unfreundtlicher und eynmütiger als die nicht viel außkom=
men/ gern eynheims erhalten/ wenig Handthierung treiben/ frembde Land und Gegend heimsuchen/ [...]

Übersetzung

Spricht man allgemein vom baierischen Volk, so ist es in geistlichen Dingen eher schlichten Gemüts, aber gewissenhaft, liebt Wallfahrten, wobei es auch viele Wallfahrtsorte gibt; die Baiern halten es auch mehr mit Ackerbau und Viehzucht als mit Krieg und Kampf, auf die sie nicht aus sind; die Leute trinken viel und machen noch mehr Kinder. Der Baier neigt zur Übellaunigkeit und zum Einzelgängertum wie viele, die nicht weiter herumkommen und lieber zuhause alt werden, die Kaufhandel weniger mögen, ebenso wenig wie sie fremde Länder und Gegenden bereisen.

Autor

Aventinus, Johannes (i.e. Turmair, Johann Georg)

Referenz

Aventinus, Johannes (i.e. Turmair, Johann Georg): Johannis Auentini Des Hochgelerten weitberümbten Beyerischen Geschichtschreibers Chronica (1580), p. 9v

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